IVY BESIDE

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Meine Schönheits-OP in der Türkei, meine ehrliche Erfahrung

Von Ivy15 Kapitel

Das hier ist keine Werbung für eine OP in der Türkei. Es ist das, was ich damals gesucht und nicht gefunden habe: die Geschichte einer Frau, die es gemacht hat, mit allem, was schwer war. Ich schreibe sie in der Reihenfolge, in der ich sie erlebt habe.

1. Warum ich mich entschieden habe

Ich bin Ivy. Das ist die englische Form meines Vornamens, meinen vollständigen Namen findest du im Impressum. Ich benutze ihn hier, weil ich nicht möchte, dass jemand, der mich googelt, als Erstes meine Operation findet. Denselben Wunsch haben fast alle Frauen, die zu mir kommen.

Ich habe nicht mit einer Entscheidung angefangen, sondern mit einem Gedanken, den ich zwei Jahre lang niemandem gesagt habe. Nicht meiner Freundin, nicht meiner Mutter.

2. Meine Recherche

Ich habe nachts gelesen. Foren, Instagram, Klinikseiten mit Preisen ab, Vorher-Nachher-Bilder, die alle gleich aussahen. Je mehr ich las, desto weniger wusste ich.

3. Die Arztwahl

Bevor ich mich für Istanbul entschieden habe, habe ich mich in drei anderen Kliniken vorgestellt. Eine davon war so weit entfernt, dass das Gespräch per Video stattfand. Alle drei hätten denselben Eingriff gemacht, zu einem Vielfachen der Kosten.

Entschieden hat am Ende nicht der Preis, sondern die Erfahrung. Keiner der drei Ärzte hatte mit diesem Eingriff so viel Erfahrung wie der Arzt, bei dem ich dann war. Er operiert ihn nicht nur selbst, er unterrichtet ihn auch.

4. Das Erstgespräch

Ich hatte zwölf Fragen aufgeschrieben und drei gestellt. So aufgeregt war ich.

5. Die Vorbereitung

Blutbild, EKG, die Frage, ob ich rauche. Und die Frage, wer mitkommt.

6. Die Anreise

Der Flug war der leichteste Teil. Das Hotelzimmer am Abend vorher nicht.

7. Die Klinik

Sie war moderner, als ich erwartet hatte. Und voller, als ich erwartet hatte.

8. Die Operation

Ich erinnere mich an das Anzeichnen im Stehen, an die Kälte im OP, an das Zählen. Dann an nichts.

9. Die ersten Tage

Tag eins nach der Operation: Kompressionsmieder, Klinikbett, Zugang im Arm
Tag eins. Kompressionsmieder, Zugang im Arm, das Bett zu hoch, um allein aufzustehen. Kein Filter, so sah es aus.

Tag drei. Ich habe geweint, ohne zu wissen, warum. Heute weiß ich: Das tun fast alle.

10. Schmerzen und Heilung

Die Schmerzen waren erträglich. Die Ungeduld nicht.

11. Die Rückreise

Mein Mann ist nachgekommen, und wir sind zusammen zurückgeflogen. Daraus habe ich etwas gelernt: Es ist besser, wenn jemand dabei ist.

Deshalb habe ich die Community ins Leben gerufen. Frauen, die im selben Zeitraum reisen, können dort zusammenfinden und sich gegenseitig unterstützen. Das gilt erst recht, wenn eine ohne Begleitung reist.

12. Die Nachsorge

Meine Hausärztin hat die Fäden gezogen und dabei die Stirn gerunzelt. Nicht wegen der Narbe. Wegen der Türkei.

13. Das Ergebnis

Nach sechs Monaten habe ich zum ersten Mal hingeschaut, ohne zu prüfen.

14. Was ich heute anders machen würde

Zwei Dinge. Nicht allein fliegen. Und vorher mit jemandem sprechen, der es gemacht hat, nicht mit jemandem, der es verkauft.

15. Würde ich es wieder machen?

Ja. Aber anders. Und genau deshalb gibt es diese Seite.

Wenn du gerade da stehst, wo ich damals stand

Dann brauchst du kein Angebot. Du brauchst jemanden, der dir ehrlich sagt, was er denkt, auch, wenn es „warte noch“ heißt.

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Diese Geschichte ist meine persönliche Erfahrung. Sie ist kein Beispiel für ein typisches Ergebnis und kein medizinischer Rat. Dein Verlauf kann völlig anders sein.

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